November 2011 Internet und Strom Shortage in Zway offensichtlich bekämpft und ausgetrickst ;-)

Seit ein paar Wochen gibt es in Zway ständig Probleme mit dem Strom. Das betrifft dann nicht nur Teile der Stadt, sondern die ganze. Also ist bei uns das Stunden vorbereiten bei Kerzenschein keine Ausnahme mehr. Wir hatten auch schon mal das Vergnügen, die Aspiranten am Abend ohne Licht zu unterrichten, was dann eher zu einem abrupten Ende geführt hat, da man einfach seine eigene Schreibhand ab irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr gesehen hat.
Auch das Duschen und Haare waschen mit einem halben Kübel Wasser ist kein Problem mehr. Wir sind also auf gutem Wege, von den Shortages unabhängig zu werden. Das einzige Problem ist da halt das Internet. So lange hab ich nichts mehr geschrieben, vor allem deswegen, weil ich es nicht hätte ins Internet stellen können. Aber jetzt starte ich wiedermal einen Versuch.

In einem Monat hat sich natürlich schon wieder einiges getan:
Ende Oktober- zum Nationalfeiertag, waren wir auf die österreichische Botschaft in Addis Abeba eingeladen. Von unseren Vorgängerinnen wussten wir, dass man sich diesen Abend wegen der österreichischen Küche nicht entgehen lassen sollte. 😉 Letztendlich waren wir aber nicht so begeistert vom Abendessen, und recht österreichisch wars auch nicht! Die Feier war zwar recht kurz, aber sehr nett. Die österreichische Residenz ist mehr als komfortabel, sieht eher so aus wie eine Villa, alle Zimmer befinden sich auf einer Ebene, das Wohnzimmer und der Speiseraum sind durch einen riesigen Bogen verbunden und es steht ein Flügel neben der Ledersofagarnitur. Also alles auf sehr elegant. Das Botschafterpaar ist sehr freundlich, sie hatten aber auch nicht viel zu sagen. Die Rede war kurz und bündig und auf Englisch, was überhaupt ausschliesslich den ganzen Abend gesprochen wurde. Wir haben ausserdem den Altersdurchschnitt der Gäste sicher um 30 Jahre gesenkt. Was sehr schön war, war das Lagerfeuer in der Mitte des Gartens, wo wir eigentlich die ganze Zeit gesessen sind und auf euch zu Hause angestossen haben. Viele neue  Kontakte konnten wir dort auch nicht knüpfen, aber es war trotzdem ein feiner Abend.

Die Fahrt nach Addis und zurück nach Zway war dieses Mal noch abenteuerlicher als zuvor. Wir haben uns über den Public Transport getraut 😉 Bei der Hinfahrt war ja noch alles ok, da sind wir ganz vorne gesessen, ich, nicht angeschnallt natürlich, in der Mitte, über dem Motor, auf einer Art Schleudersessel, auf dem man die ganze Fahrt lang nur dran gedacht hat, wie man auf der Strasse ausschaut, wenns zu einer Vollbremsung kommt. Zusätzlich muss erwähnt werden, dass wir statt 2 ½ Stunden, 5 Stunden nach Addis gebraucht haben! Auf dem letzten Stück, von Mojio nach Addis, ist immer viel Verkehr in beide Richtungen, ich schätz mal dass da viele Pendler hin und herfahren, aber es sind auch ganz viele Trucks und Lastwagen unterwegs. In Addis angekommen ist unser Minibus zusammen gebrochen. Wir waren noch lange nicht am Ziel, es konnte uns auch niemand sagen, wo wir waren und wie wir nach Mekanissa zum anderen Volo-Projekt kommen. Es war halb 9 am Abend, also auch schon komplett finster. Nachdem das Auto nach einer halben Stunde irgendwie wieder zum Starten gebracht wurde, sind wir weitere 5 Minuten gefahren, bis es wieder den Geist aufgegeben hat! Dann sind auf einmal alle bei irgendeiner Tankstelle ausgestiegen und in alle möglichen Richtungen verschwunden. Ein Mädchen, die glaub ich gemerkt hat, dass wir arm waren, hat uns zu sich her gewinkt und gefragt wo wir hin müssen. Die war dann so süss und hat uns in ein Taxi nach Mekanissa gesetzt. Da die Pechsträhne natürlich fortgesetzt werden musste, ist auch dieser Taxi-Minibus nach 2 Minuten Fahrt zusammengebrochen. Daraufhin hats uns gereicht und wir sind zu Fuss mit irgendeinem Mann in eine Richtung gegangen. Dann haben wir endlich die Mekanissa Volos erreicht, die uns dann von einem Platz in der Nähe abgeholt haben. Soviel zur Hinfahrt. Die Rückfahrt war, was Auto und Strasse betrifft, sehr problemlos. Jedoch sind wir ganz hinten in einem vollgestopften Minibus gesessen, wo meine Beine eigentlich nicht Platz gehabt haben, und die anderen Fahrgäste waren nicht willig, auch nur ein einziges Fenster länger als 30 Sekunden zu öffnen. So war ich da hinten eingezwängt  und hab mich die ganze Fahrt lang mit Übelkeit gewunden 😉 Zumindest schnell waren wir, die Fahrt hat nur 2 ¼ Stunden gedauert. Ich hoff, dass ich sobald nicht wieder den Public Transport benutzen muss :-).

Was ist in Zway passiert?
Wir haben die Klassen geteilt! Die Julia und ich unterrichten jetzt beide alle Klassen der Junior School, aber jeweils nur die Hälfte der Schüler. Diese Trennung wollten wir unbedingt erreichen, da Spoken English mit 60 Kindern einfach unmöglich zu unterrichten ist. Also haben wir schon eine Zeit lang davor versucht, die Verantwortlichen zu überzeugen, jedoch ist der Vorschlag nicht gar so gut angekommen. Brother Mehari, Direktor von der Junior School, hat sich aber ganz schnell für uns eingesetzt und uns einen zweiten Raum, die Bibliothek, vorbereitet, in der wir jetzt immer mit einem Teil der Klasse hin wandern. Wir sind sehr sehr froh darüber, der Unterricht macht viel mehr Spass so, die Schüler sind zwar immer noch laut, aber viel überschaubarer, da jetzt höchstens nur noch 35 Kids in einem Raum sitzen. Ich hoffe, auf diese Weise engeren Kontakt zu meinen Schülern aufbauen und den Unterricht mehr individuell und interaktiv gestalten zu können. Ich bin schon gespannt, wie sich das jetzt entwickelt. Das war jetzt auf jeden Fall schon ein grosser Fortschritt.

In Tokuma verbringen wir immer mehr Zeit. Mit einigen Kindern haben wir bereits ein sehr enges Verhältnis. Letzte Woche waren wir so gut wie täglich in Tokuma. Nachdem wir vorletztes Wochenende das ganze Volontärshaus geputzt haben, haben wir die ganzen Schuh- und Kleiderspenden, die im Haus aufbewahrt werden, zusammengesammelt und geordnet. Daraufhin haben wir vor allem am Dienstag die Schuhe unter den Kindern verteilt. Ich hab Kinderaugen noch nie so strahlend und aufgeregt gesehen, wie an diesem Tag. Einzeln durften sie in unseren selbst aufgebauten kleinen Shop kommen, in dem wir alle Schuhe wie in einer Auslage aufgestellt haben. Zusammen haben wir dann geschaut und entschieden, welche Schuhe für welches Kind am besten passen. Nachdem dann so gut wie jedes Kind ein paar Schuhe gefunden hatte, sind sie herum gerannt und gesprungen und haben alles ausprobiert, was mit den neuen Schuhen möglich ist. Das war so unglaublich süss zum Zuschauen. Also nicht vergessen, gebrauchte, aber noch tragbare Schuhe, vor allem Kinderschuhe, niemals wegschmeissen!
Seit einigen Wochen hab ich ‚schönen Müll‘ gesammelt, um mit den Kindern in Tokuma kleine Manschgerln zu basteln. Letzten Donnerstag haben die Julia und ich dann die ganzen verwertbaren Sachen wie leere Klopapierrollen, Medizinverpackungen, Stoffreste, Strohhalme und einiges an Altpapier nach Tokuma mitgenommen. Zuvor habe ich schon ein Beispielmännchen zu Hause gebastelt, um die Ideen und die Fantasie der Kinder anzuregen. Nach der Reihe haben wir den Kindern immer gesagt, welchen Teil des Körpers sie basteln sollten, um ein plötzliches Chaos zu vermeiden. Je nachdem, an welchem Teil gerade gearbeitet wurde, haben sie die notwendigen Materialien bekommen. Zusammen mit der Lehrerin der Kinder in Tokuma, Haftama, haben wir währenddessen den Kleineren geholfen, da sie nicht wirklich wussten, wie Klebstoff und Schere zu benutzen sind ;-). Das war auch sehr sehr nett.

Am Wochenende sind wir mit den Italienern in den Süden gefahren. Da sie nur noch drei Wochen in Äthiopien sind, wollten sie vorher noch ein bisschen herum reisen. Unser Reiseziel war Dilla, wo sich ebenfalls ein grosses Projekt der Salesianer befindet. Die kleine Stadt ist ungefähr 300 Kilometer von Zway entfernt. Wiedermal hatte ich schon wahnsinnige Freude auf der Fahrt, denn die Unterschiede der verschiedenen Gegenden in Äthiopien an sich vorbeiziehen zu sehen ist so schön und spannend. Richtung Süden wird es von Kilometer zu Kilometer grüner. In Dilla ist das Klima beinahe schon tropisch, daher auch Flora und Fauna vielfältiger und alles andere als trocken. Auch die Erde, der Boden verändert sich enorm. So ist in Dilla die Erde ziegelrot ;-). Das war sehr interessant.
Das Projekt der Salesianer dort ist wahnsinnig gross und sehr umfangreich. Am Compound befindet sich also nicht nur ein normaler Kindergarten und eine Schule, sondern auch eine Technische Schule, ein Trainingscenter für Frauen und ein Feedingcenter. Letzteres war für mich am beeindruckendsten. An jedem Tag der Woche, bis auf sonntags, kommen 400 der ärmsten Frauen und Kinder von Dilla zu Mittag in dieses Feedingcenter und bekommen dort ein warmes Mittagessen. Die Halle, in der die Ausgabe und das gemeinsame Mahl stattfinden, ist gar nicht besonders gross, und doch haben dort 400 Menschen Platz. Ich hätte nie gedacht, dass, wo alle gesessen sind, 400 Personen anwesend war, doch zu Vergewisserung habe ich die Projektleiter gefragt, die mir die Zahl bestätigt haben ;-). Während dem Essen habe ich mich zwischen diese vielen Kinder gesetzt und mich hat ein ganz starkes Gefühl von Traurigkeit und Bedrücktheit aber auch von Freude und Glück gepackt, da all diese Gesichter so viel Hoffnung in sich tragen, obwohl sie durch Narben und dergleichen schon so eine lange Geschichte von Trauer und Angst erzählen und ihre Körper nur von Lumpen bedeckt sind. Beim Zuschauen sind mir einige Tränen gekommen, nachdem sie alle gemeinsam, bevor sie zum Essen begonnen haben, einige Lieder gesungen und gebetet haben. Ganz stolz haben die Kinder alle ihre Englischkenntnisse ausgepackt. So habe ich ungefähr hundert Mal in einer Stunde erzählt wie ich heisse, wie alt ich bin und woher ich komme. Es war einfach so toll und faszinierend, dort dabei zu sein. Jedes Jahr wird neu entschieden, welche Frauen und Kinder ins Feedingcenter kommen können, je nach Bedürfnis.

Nachdem wir eine Führung durchs ganze Projekt bekommen haben, haben wir eine Volontärin aus Österreich, Wien ;-), getroffen, die ebenfalls seit September mit der Organisation Vides in Äthiopien ist, mit der wir dann noch einige Zeit verbracht haben.
Am nächsten Morgen sind wir ganz früh mit dem Father Roberto in eine Aussenstation von Dilla gefahren, und waren mit dabei bei der Messe dort. Das war auch sehr interessant, weil Chor und Messgestaltung ganz anders war, viel afrikanischer ;-).
Danach wollten die Julia und ich uns allein ein bisschen auf den Weg machen, um Dilla zu erkunden. Einige Kinder sind sofort mit uns mitgegangen, haben uns an den Händen genommen und haben uns zum einem  unglaublich schönen Platz geführt, an dem ein Wasserfall in einen anschliessenden Fluss mündet. Das war eine Wanderung über Stock und Stein, ständig bergauf und bergab, durch eine Art Tschungel, ich ganz toll ausgestattet mit Flip-Flops, aber ich habs geliebt. Noch dazu waren die kleinen Buschen so süss und haben voll Gas aufgepasst, dass uns nichts passiert auf den ‚gefährlichen‘ Stücken ;-). Irgendwann am Weg bin ich während dem Plaudern mit ihnen draufgekommen, dass einer von ihnen der Bruder von einem unserer Aspiranten war. Das war unglaublich, ich hab mich so gefreut! So hatten wir einen voll tollen Vormittag. Nach dem Mittagessen in Dilla, haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Die Fahrt war problemlos und wir waren froh, wieder gut daheim zu sein.

In so vielen Situationen bin ich so glücklich, hier und nicht woanders zu sein. Jeder Tag ist aufs Neue etwas Besonderes, erlebnis- so wie erfahrungsreich. Immer mehr und besser erlernen wir Amharisch, was die Kommunikation mit den Menschen unglaublich erleichtert und vertieft. Alle Leute sind so toll und gehen mit geöffneten Armen auf uns zu, sind interessiert und möchten mit uns in Kontakt treten. Das ist eine Sache, die mir hier einfach so gut gefällt. Umso mehr möchte ich mich bemühen, hier mein Bestes zu geben, und überall jene Menschen unterstützen, wenn sie es brauchen. So viel beginnt man erst zu verstehen, wenn man mal eine Zeit hier gelebt hat.

Bald kommt nun der wohl schwierigste Monat, in dem das Zuhause dann doch fehlt, mit all den Besonderheiten in der Zeit um Weihnachten, die so vertraut, gewohnt und geliebt sind. Doch wir werden versuchen, uns auch bei 35 Grad und ohne Punsch oder Weihnachtsbaum so gut wie möglich in Weihnachtsstimmung zu versetzen. 😉

Nächstes Wochenende sind wir wieder nicht in Zway, wir düsen nach Addis Abeba auf den NGO-Markt, um ein paar Weihnachtsgeschenke für euch Lieben daheim zu besorgen! Ich wünsch euch einen ganz schönen Adventbeginn im Vorhinein, schickts mir ein paar Schneeflocken, sobald sich diesbezüglich was tut in Österreich, im Gegenzug schick ich ein bisschen Wärme und einige Sonnenstrahlen in die Heimat. Viele Bussis an all meine lieben Leute in good old Vienna, und ebenfalls ausreichend Liebe an meine Lieben nach MOLDAVIEN, Australien, Indien und Equador. Wir sind solche Abenteurer, über die ganze Erde verteilt. Oft stell ich mir vor, wie wohl die Welt bei euch gerade ausschaut…

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Oktober 2011

Oktober 2011, Zway, Ethiopia

Lang ist’s her, dass ich mich hingesetzt und aufgeschrieben hab, was passiert ist und was ich erlebt habe. Also nehme ich mir jetzt kurz die Zeit, um ein bisschen was nachzuholen!

Es ist Sonntag, der 16.10.11.
Letztes Wochenende waren wir in Addis Abeba und haben die Mekanissa-Volos besucht. Marco und Laura mussten, wegen der Baumwoll-Shortage in Zway, nach Addis fahren und haben uns gefragt, ob wir mitkommen wollen. Wir hatten sehr viel Spass mit den anderen, haben ihr Projekt ein bisschen besser kennen gelernt und sogar ein bisschen mitgeholfen. Wie mittlerweile auch endlich bei uns in Zway, findet samstags und sonntags in Mekanissa ein Oratorium statt, an dem sicher 500 Kinder teilnehmen. Am Samstag in der Früh werden dort die Kindergartenkinder geduscht. Da haben wir versucht, uns, so gut wie möglich, nützlich zu machen. Schon allein wegen dieser Kinderdusche hat sich die Fahrt nach Addis ausgezahlt 😉 Das war unglaublich süss! Was für eine Freude und Dankbarkeit diese kleinen Menschlein unter der Dusche hatten, ist schwer zu beschreiben! Leider haben wir diese Kinderdusche in Zway nicht am Programm, ich hätte kein Problem damit das jede Woche zu machen. Bis am Nachmittag waren wir dann noch beim Oratorium dabei und haben mit den Kindern geplaudert und gespielt. Zu Mittag gab es auch noch Mittagessen für die Kleinen, wohin wir die anderen Volos begleitet haben. Am späteren Nachmittag haben uns Anna, Johanna und Marney ein bisschen ihre Gegend gezeigt und anschliessend haben wir einen Spezialtee im ‚Café Amigo‘ genossen, der am ehesten als warme, flüssige, gezuckerte Erdnussbutter beschrieben werden kann. 😉
Nach einigen Einkäufen, die sich neben unserer höchsten Kaufpriorität Butter (keine Butter in Zway!) noch ergeben haben, sind wir wieder im Volontärshaus in Mekanissa angekommen und waren kurz darauf zum samstäglichen Abendessen mit der Community eingeladen.
Am Abend sind wir ‚fortgegangen‘ 😉 Seit ich hier bin, war das das erste Mal, dass ich nach 9 Uhr noch draussen war, da einem geraten wird, nach Einbruch der Dunkelheit eher zu Hause zu bleiben, da die Kriminalität in der Nacht doch recht hoch ist. Wir sind mit dem Auto in die Innenstadt gedüst und waren in einem Jazz-Club! Dort hat eine Live-Band gespielt, die mich sehr fasziniert hat. Überhaupt kommt es mir so vor, als könnten hier ALLE Menschen unglaublich gut singen. Zurück zum Jazz-Club: Das war eine Schicki-Miki Bude der besonderen Klasse! Wir waren ziemlich abgeranzt, ums mit meiner Sprache auszudrücken 😉  Ich, mit einem schon eher überbenutzten T-Shirt und Jeans, die Julia mit Crocs, so sind wir dort eher negativ aufgefallen 😉 Dort hat sich wirklich die High-Society geschoben, zumindest hatte man diesen Eindruck! Es war trotzdem die Erfahrung wert, und wie gesagt, die Musik war sehr cool, obwohl ich für normal nicht so der jazzige Typ bin! 😉

Am nächsten Tag haben wir uns  schon sehr früh den Heimweg gemacht, um rechtzeitig zur Messe in Zway anzukommen.
Am selben Tag hat bei uns im Projekt zum ersten Mal ein Oratorium stattgefunden. Wir haben den ganzen Nachmittag dort verbracht und eine nette Zeit gehabt. Die Kinder können sich beim Tischfussball, Tischtennis, Fussball, Volleyball, Basketball etc. austoben. Wir haben dafür gesorgt, dass es, vor allem auch für die Kleineren, neben den sportlichen Aktivitäten auch noch andere Spiele wie Uno, Verstecken, Versteinern, Fangen und so gab. Ich hab unsere Kinder jetzt schon ins Herz geschlossen und das Zusammensein mit ihnen sehr genossen.

Seit einer Woche hat sich ganz schön viel getan! Unser Unterricht hat begonnen! Darüber war ich sehr froh, da ich schon so drauf gewartet hab, das kennen zu lernen, was für ein Jahr meine Hauptaufgabe sein wird.
Am Dienstag, den 11.10.11, haben wir den Stundenplan für die Junior School bekommen. Zur Junior School gehören insgesamt 5 Klassen, von Grade 5-8, wobei es zwei fünfte Klassen gibt, eine amharische und eine oromische. Orominha ist die meistgesprochene Sprache in Äthiopien, Amarinha jedoch die Amtssprache. Die meisten Äthiopier beherrschen aber beide Sprachen, was die Kommunikation natürlich viel einfacher macht. Die beiden Sprachen ähneln sich kaum, der grösste Unterschied ist aber, dass Orominha mit unseren Buchstaben geschrieben wird und Amarinha ein eigenes Alphabet an Schriftzeichen hat, das ich noch nicht kann.
Ich unterrichte bis jetzt Grade 5 und 6, jeweils eine Stunde in der Woche. Gleich ein paar Stunden, nachdem wir den Stundenplan bekommen haben, hatte ich bereits meine erste Stunde mit Grade 6. Ich war voll nervös, da ich ja schon über die Klassengrösse informiert wurde. 😉 Also war ich mir über die Herausforderung, die anfangs dahinter steckt, bewusst!

Im Klassenraum angekommen, wusste ich erst einmal nicht, wo ich eigentlich hinschauen soll, weil mich 57 Paar grosse, braune Augen angestarrt haben. Brother Mehari, der Chef von der Junior School, hat mich unterstützenderweise in meine erste Stunde begleitet, und den Kindern irgendetwas auf Amharisch über mich erzählt, was ich eher kaum verstanden hab. Nachdem er mir viel Glück gewünscht hat und die Tür hinter sich verschlossen hat, wusste ich, dass es kein Zurück mehr gab. Ich hab diese vielen Augenpaare auf so wenig Platz einmal betrachtet und begonnen, mich vorzustellen. Nachdem wir die wichtigsten Regeln für unseren gemeinsamen Englischunterricht aufgeschrieben haben, habe ich von jedem Kind ein Foto gemacht und den Namen aufgeschrieben. Danach war die Einheit so gut wie vorbei, da eine Stunde hier nur 35 Minuten dauert. Am Ende habe ich noch versucht, ‚Simon says‘ mit ihnen zu spielen, für eine ausführliche Erklärung war aber nicht mehr genug Zeit. So ist die erste Stunde eigentlich problemlos verlaufen, zu meiner Zufriedenheit! Was aber schon zu erwähnen ist, ist dass es einfach so furchtbar schnell unglaublich laut ist, da jedes einzelne Kind nicht einmal viel Lärm machen muss, sodass sich die Schüler in eine Masse verwandeln, über deren Lautstärke ich (noch) nicht fähig bin, drüber zu schreien. 😉 Aber da werden wir uns bestimmt irgendwo in der Mitte treffen können, davon bin ich überzeugt.
Grade 5 habe ich am Freitag, den 14.10.11 zum ersten Mal unterrichtet. Die Kinder sind meiner Abschätzung nach ungefähr zwischen 10 und 11 Jahren alt, das heisst gerade noch nicht im schwierigen Alter 😉 Diese Stunde bin ich gleich von Anfang an anders angegangen. Ich hab Namenskärtchen für alle Kinder vorbereitet und habe sie nach meiner Vorstellung in Grossbuchtstaben ihre Namen auf die Kärtchen schreiben lassen. Das hat sehr gut funktioniert, sie waren dann so stolz auf ihr Werk, dass sie alle ‚Teacher, teacher, come!‘ geschrien haben und ich mir so gut wie jedes Kärtchen genau anschauen sollte und sie ein ‚Great‘ oder ‚Perfect‘ von mir abgewartet haben, bis ich wieder gehen durfte. Eh süss, eigentlich sehr süss 😉 Danach haben wir gleich die englischen Grussformeln durchgemacht. Beim Vorbereiten der Stunde hab ich mir ganz ausgefinkelt überlegt, auf zwei der Kärtchen hinten ein Symbol zu malen. Die zwei Kinder, die also auf ihrem Namenskärtchen hinten eine Blume vorgefunden habe, durften nach vorne kommen, und sich zur Übung gleich gegenseitig grüssen und verabschieden. Daraufhin wollten natürlich gleich alle herauskommen! Wir haben die Stunde wieder mit den Regeln für unsere gemeinsame Zeit beendet.

Das Unterrichten hat mir eigentlich sehr gefallen und ich freu mich auf das verbleibende Schuljahr, auch wenn wirklich viel Arbeit, Geduld und eine laute Stimme erforderlich sind.

So füllt sich schön langsam, aber doch unser Terminkalender, da wir auch ganz brav jeden Tag unsere Amharischstunde haben. Der Unterricht daugt mir voll, weil unser Lehrer unglaublich witzig ist. Wir haben schon einiges gelernt und ich bin sehr zuversichtlich, dass, wenn wir weiterhin so motiviert bleiben, unserem Amharisch nichts im Wege steht!

Das wären die aktuellen News aus dem mittlerweile 30 Grad heissen Zway, das auch immer trockener wird und bestimmt bald seine lebendige Grüne verliert.

Bevor ich jetzt aber schlafen gehe, möchte ich noch zwei Geschichten mit euch teilen, die mich zu Zeit beschäftigen. Es ist eine sehr tolle und eine sehr schockierende Geschichte.

Ausnahmsweise möchte ich mit der schlechten beginnen:
Ein Mädchen, das in Egisera arbeitet, ist furchtbar krank geworden. Sie hat Hepatitis B und verbringt ihre Zeit nur noch im Bett oder beim Doktor. Ihre Lungenwerte sind unglaublich schlecht, so schlecht, dass sie eine Transplantation bräuchte. Sowas wird aber nicht gemacht in Äthiopien. Die Laura kümmert sich neben ihrer Arbeit um das Mädchen und geht mit ihr regelmässig zum Arzt. Doch der Arzt sagt, dass sie nicht mehr genug Zeit hat, sodass sich eine Lungentransplantation im Ausland arrangieren lassen würde. Und da ist das nächste Problem natürlich auch wieder das Geld. Das beschäftigt mich im Moment so stark, dass man da einfach kaum was machen kann, und man dieses Mädchen so leiden lassen muss, obwohl es auf der Welt schon so viele Möglichkeiten gibt, um Krankheiten zu behandeln. Das ist echt schwer anzunehmen, dass man da einfach zu schauen muss.

Zum Abschluss aber zur schönen Geschichte:
Letzte Woche ist eine Frau mit einem 15 Tage alten Baby nach Tokuma gekommen. Sie hat der Laura erklärt, dass sie die Tante von dem Kind ist und es alleine schreiend im Haus gefunden hat. Die Mutter ist vermutlich weggelaufen und hat das so gut wie neugeborene Kind zurückgelassen, man weiss es nicht genau. Auf jeden Fall hat die Frau gemeint, dass sie das Kind zu sich nehmen möchte und gemeinsam mit ihrem Mann adoptieren will. Da sie aber finanzielle und persönliche Unterstützung braucht, um das Leben dieses Kindes möglich zu machen, hat sie die Laura um ihre Hilfe gebeten. Die Laura war so gerührt, dass sie sich sofort darum gekümmert hat, dass das Baby Gewand bekommt und ist mit ‚Mutter‘ und Kind zum Arzt gegangen um es zu untersuchen. Das macht sie jetzt auch regelmässig und ist mit vollstem Einsatz dabei, dass dieses Kind auch ohne leibliche Mutter und Muttermilch, die hier Gold wert ist, überleben kann. Aus lauter Freude und Dankbarkeit, hat die Tante des Kindes zur Laura gesagt, dass sie es niemals ohne sie schaffen würde, für das Baby zu sorgen und ihr deswegen die Namensgebung des Kindes überlässt, da es auch ihres ist. So hat die Laura den Kleinen Burschen ‚Tesfai‘ genannt, was übersetzt ‚Hoffnung‘ bedeutet.
Als sie uns die Geschichte erzählt hat, hat sie gemeint, dass sie einen ganzen Nachmittag geweint hat, weil sie so wahnsinnig gerührt war. Ich kann mir das so gut vorstellen. Wenn einem so etwas widerfährt, wird Leben auf einmal so wahnsinnig wertvoll, vor allem in einem Land wie Äthiopien, wo so viele Menschen täglich um alles kämpfen, was sie haben. Und auf einmal wird auch doch wieder das, was man hier alles macht, auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt, so sinnvoll und gar nicht unnötig.

Das sind ein paar der Gedanken, die ich so oft so gern jemandem erzählen würde, einfach um es mir von der Seele zu reden. Aber Aufschreiben ist eh schon eine Option geworden, mit der ich mich abfinden kann. 😉

Ich hoffe, in der Heimat steht und rennt noch alles ohne mich! 😉
Alles Liebe, dickes Bussi nach Hause und bis bald!

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Meskel

Auch Nilpferde können von meiner „Das muss ich sehen, solang ich in Afrika bin“- Liste gestrichen werden. 😉

Vorher aber zum wichtigeren Teil: Wir haben unterrichtet! Die Aspiranten hatten bereits 2 Stunden das Vergnügen mit mir, die Egisera-Mädchen habe ich in zwei Gruppen jeweils eine Stunde unterrichtet! Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass Unterrichten so viel Spaß macht, ohne den Lehrern unter uns jetzt nahe zu treten 🙂
Die Aspiranten sind sowieso zum Fressen, unglaublich süß, freundlich, hilfsbereit und aufmerksam! Der Unterricht hier sieht ganz anders aus als zu Hause in Österreich. Weil die Kinder und Jugendlichen wissen, dass ihre Chancen ohne Englisch gering sind, haben sie eine ganz andere Einstellung zur Schule. Sie geben sich so viel Mühe, nehmen so viel in sich auf und sind sehr strebsam. Umso stärker ist natürlich auch der Respekt gegenüber dem Lehrer. Während gearbeitet wird, wird auch kein Wort gesagt. Mit dieser Stille muss ich erst lernen umzugehen, obwohl meine ehemalige Klasse auch nicht sehr laut war, aber der Unterschied ist trotzdem gewaltig. 😉

Meine Schüler sind zwischen 17 und 20 Jahren alt. Während ihrer Ausbildungszeit als Aspiranten gehen sie auch noch in die Schule. Also besteht ihr Tagesablauf in erster Linie aus lernen.
In meiner ersten Stunde habe ich mit ihnen eine Kennenlernrunde gemacht, ein Ball wurde geworfen und jeweils die Person, von der man den Ball erhalten hatte, musste man vorstellen. Natürlich konnte ich mir nicht gleich alle Namen merken, obwohl ich nur neun Schüler habe. Es ist gar nicht so einfach, sich den passenden Namen und das Gesicht zu merken, wenn man den Namen noch nie gehört hat bzw. nicht einmal aussprechen kann 😉
Als ich zumindest schon ein paar Namen wusste, habe ich mit ihnen noch das Zeitungsspiel gespielt, wo eine Person in der Mitte sitzt, ein Name einer anderen Person der Runde gesagt wird, die dann mit der eingerollten Zeitung am Knie berührt werden muss, bevor der- oder diejenige einen anderen Namen sagen kann 😉 Ich weiß nicht, ob das jetzt verständlich genug erklärt war, es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht!
Danach wollte ich von den Burschen wissen, auf welchem Stand sie in Englisch sind. Also habe ich sie gefragt, was sie mit Magdi und Steffi bereits durchgemacht haben, was sie sich von unserem gemeinsamen Unterrichtsjahr erwarten und welche Wünsche bezüglich Stoffgebieten sie haben. Ich habe mir dabei allerdings nicht viel erwartet, da ich mir gedacht hab, dass sich das Programm doch eher der Lehrer und nicht die Schüler ausdenken, schon allein, weil Schüler meistens nichts Produktives dazu zu sagen haben.
Hier ist das anders. Die Aspiranten haben mir eine lange Liste von Dingen angesagt, die sie gerne lernen würden. Ich war sehr erstaunt, aber mehr begeistert.
Als die Stunde danach immer noch nicht vorbei war, haben wir ein bisschen die Zeiten wiederholt und sonst nur geplaudert.

Meine nächsten Unterrichtseinheiten waren dann gleich am Dienstag, den 27.9.11, mit den Egisera-Mädchen. Auch diese zwei Stunden sind halbwegs glimpflich über die Runden gegangen. Der Raum, in dem wir die Mädchen unterrichten, ist eher schlecht ausgestattet und nicht abgeschnitten vom ganzen Trubel in Tokuma, deswegen ist es eher schwieriger, ein ruhiges Arbeitsklima aufzubauen, auch weil die Mädchen keine Tische zum Schreiben oder so haben. Trotzdem haben wir’s uns nett gemacht, ich habe mit ihnen Nomen, Verb und Adjektiv wiederholt und ein bisschen über ihre Zukunft geredet. Einige von ihnen haben schon relativ genaue Vorstellungen, was sie mit ihrem Leben einmal machen wollen. Sie sind zwischen 14 und 20 Jahren alt und etwas schüchterner als die Aspiranten, auch was das Reden in einer Fremdsprache betrifft. Aber das kriegen wir schon noch hin 😉

Ebenfalls am Dienstag waren wir am Abend zu den Aspiranten zum Essen und anschließender Party mit Programm eingeladen. Jedes Jahr wird um dieselbe Zeit, Ende September, ein riesiges, sehr wichtiges Fest in Äthiopien gefeiert. ‚Meskel‘ ist das Fest des Kreuzes, das eine uralte Geschichte hat, die ich von den Erzählungen her aber noch nicht ganz durchschaut habe. 😉 Auf jeden Fall wird ein Feuer angezündet, wo ganz oben aus Holz ein Kreuz befestigt wird. Das war sehr schön, im Dunkeln um das Feuer herum zu stehen. Leider sind die Feuertänze diesmal ausgeblieben 😉
Danach gab es als Festtagsessen ein ganzes Schaf! Ich wollte zuerst nicht kosten, weil ich noch nie Wild gegessen hab und mich vor dem Geschmack gefürchtet hab, aber es war exzellent. Da wir aber, in der Ungewissheit, dass es für uns ein Abendessen geben wird, schon daheim schnell gegessen haben, konnte ich nur allzu wenig von dieser Köstlichkeit verspeisen 😉
Im Anschluss wurde alles schnell für die Party vorbereitet. Das Programm des Abends, das sich die Aspiranten selbst überlegt und vorbereitet haben, war sehr lustig. Wir haben den Abend sehr genossen. Von einem Theaterstück bis zu den coolsten Tänzen, die ich übrigens unbedingt lernen muss, war alles dabei.

Am Mittwoch, den 28.9.11, haben wir den Vormittag ganz frei gehabt, also sind wir wieder einmal zum Zway Lake gegangen und haben eine Bootsfahrt gemacht. Ich war komplett aufgeregt, weil und die Italiener schon verraten haben, dass es im Zway Lake Nilpferde gibt. Also haben wir natürlich nur darauf gewartet, dass  wir welche sehen können.
Tatsächlich, wir hatten das Glück, wir haben sie gesehen, zwar nur aus weiterer Entfernung, da sie aggressiv werden, wenn man ihnen zu nahe kommt. Aber ich hab sie schnauben gehört und im Wasser entspannen gesehen 😉 Riesig sind diese Dinger, Wahnsinn! Als dann eines von ihnen schon verärgert war, ist es schnurstracks auf uns zu geschwommen. Auf einmal hat unser „Ruderer“ seine verborgenen Konditionen ausgepackt, vermutlich hat er schon Erfahrungen mit diesen Hippos, wenn sie ungemütlich werden. 😉 Diese Fahrt, durch Schilf und sonstiges Gewächs, auf diesem unglaublich riesigen See war wirklich toll, das werden wir sicher noch einmal machen, denn es gibt noch einige Inseln, Spider Island, Church Island etc., die wir unbedingt erkunden wollen!
Da wir schon relativ spät dran waren, und absolut gar nicht zu spät zu unserem unglaublichen Mittagessen kommen wollten, haben wir uns wieder eine Kutsche als Taxi nach Hause genommen. Und das war jetzt fürs erste auch unsere letzte Fahrt. Unser „Driver“ hat uns zwar sehr günstig mitgenommen, umso katastrophaler war die Reise aber auch. Er hat sein Pferd so unmöglich behandelt, so fest geschlagen und es dermaßen angeschrien, das war nicht zum Aushalten. Dieses Spielchen hat er so lange getrieben, bis sein Pferd einige Male mit den Hinterhufen ausgeschlagen hat. Bei einem Mal haben wir die Hufe wirklich schon in unseren Gesichtern gesehen. Zum Glück war das dann nur Dreck 😉 Wir sind schon früher ausgestiegen, obwohl wir noch nicht einmal zu Hause angekommen waren, aber das wollten wir nicht länger unterstützen. Arg war’s!

Am Donnerstag, den 29.9.22, haben wir am Vormittag den Mädchen in Tokuma und Egisera die Fotos vom Ausflug (amh.: schirischiri) letztes Wochenende gezeigt. Anschließend konnten sie sich am Computer Fotos aussuchen, die für sie entwickelt werden.
Am Abend hatte ich dann noch meine zweite Englischstunde mit den Aspiranten, die ab jetzt immer montags und donnerstags stattfindet. Nach einer netten „starting activity“ haben wir uns noch einmal mit der Wiederholung der Zeiten beschäftigt, die sie eigentlich schon halbwegs drauf haben. Sie haben brav mitgearbeitet, mich als Lehrerin also schon mehr als akzeptiert, was mich sehr freut. Für den zweiten Teil der Stunde habe ich mir eine Diskussion zum Thema „Meskel celebration last Tuesday“ überlegt, um gleich die ‚past tense‘ zu üben. So habe ich gleichzeitig auch ein bisschen über die Organisation des  Programms, die Tradition und Herkunft der Feier, und persönliche Meinungen darüber erfahren. Das war ‚gscheit geil‘, wie die Julia es formulieren würde 😉 Auch das hat so gut funktioniert, dass wir früher als geplant fertig waren, sodass die Burschen mich noch ein bisschen über Feierlichkeiten in Österreich gefragt haben.

Den erfolgreichen Tag haben wir mit Spielkarten, Musik und Tej (äthiopischer Honigwein, schmeckt meiner Meinung nach aber eher wie Sturm ;-)) ausklingen lassen.

 

Es ist hier also alles mehr als in Ordnung. Am Wochenende ist zum ersten Mal in diesem Schuljahr Oratorium im Projekt. Dort werden wir sicher hinschauen, ansonsten haben wir noch nichts Bestimmtes vor.

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September 2011

Ich hab Affen gesehen!!! 😉
Das war eines der Highlights der letzten Woche.
Seit  einer Woche haben wir nämlich beschlossen, dass wir aktiv werden müssen, solange wir noch keinen Unterricht haben! Bzw. Unterricht geben 🙂 Der Unterricht startet leider erst, wenn die ganzen offiziellen Meetings bezüglich Schulorganisation etc. vorbei sind. Wie lange das noch dauert, steht in den Sternen! Abba Mario kann uns auch keine wirklichen Informationen geben, da er an den meisten Treffen selbst nicht teilnimmt.
Deswegen haben wir für Ersatzprogramm gesorgt:
Am Samstag, den 17.9., hätten wir eigentlich in Addis Abeba am NGO-Markt sein sollen, da die Julia aber krank geworden ist, sind wir zu Hause geblieben. Stattdessen haben wir die Ortschaft näher erkundet! Wir sind einen anderen Weg zum Zway Lake gegangen und haben ein neues „Viertel“ von Zway kennen gelernt, wo uns die Leute eher nicht willkommen heissen wollten 🙂 Beim See war es sehr schön, da waren lauter kleine Inseln und viele Bäume und Schilf und so 🙂 und dort hab ich auch zum ersten Mal so ein afrikanisches Boot gesehen, wo die „Captains“ nur drauf stehen und das Floss statt rudern mit einem langen Stock am Boden angetaucht wird. Sehr fein war das. Wir hatten auch durchgehend eine Fangroup von ca. 10 Kindern, die uns schweigend und mit grossen, erwartungsvollen Augen gefolgt sind!
Ein bisschen weiter weg vom Ufer waren Millionen von Kühen, Ziegen und Pferden. Auf unserem Weg sind wir dann noch über ein totes Pferd gestolpert, das war vielleicht widerlich!!! Schon ganz ausgefressen und von Viechern befallen, das war  nicht schön!!
Danach haben wir uns an einer anderen Stelle des Sees noch auf einen Baumstamm gesetzt und uns die Zeit vertrieben. Den „anstrengenden“ Heimweg haben wir uns erspart, um gleich das sogenannte „carri“ zu testen! 🙂 Carri nennen die Äthiopier ihre Kutschen. Die Fahrt war zwar eher abenteuerlich als komfortabel, weil die Strassen sehr holprig sind in Zway. Aber wir hatten dafür sehr viel Spass! 🙂

Am Sonntag, den 18.9., sind wir in der Früh natürlich in die Sonntagsmesse gegangen. Auf unserem Projekt gibt es eine kleine, herzige Kirche. Die Messe läuft ziemlich anders ab, als in Österreich. Die Leute ziehen sich sehr schön an, die Frauen haben alle ein weisses Tuch über ihrem Oberkörper und sitzen relativ geschlechtergetrennt rechts und links. Ausserdem wird viel mehr gesungen und die durchschnittliche Dauer der Messe ist eineinhalb bis zwei Stunden. Im Moment ist das für uns noch eher ein Absitzen der Zeit, da wir nur jedes zehnte amharische Wort der Predigten aufschnappen können. Sonst ist die Stimmung in der Kirche eigentlich sehr harmonisch, es gibt einen Kinder und einen Jugendchor, die Lieder sind sehr rhythmisch und man bewegt sich dazu. Ein anderer Teil der Messe ist auch etwas, was in Österreich unbekannt ist: sofern ich es verstanden und mitbekommen habe, erzählen die Menschen von ihren Leidensgeschichten oder Bussakten, von denen sie anschliessend „befreit“ werden. Das finde ich sehr interessant, deswegen muss ich so schnell wie möglich besser Amharisch lernen, um verstehen zu können 🙂 Angeblich kommt es auch oft vor, dass die Leute in der Kirche von ihren Verstorbenen erzählen und laut weinen, in der Kirche sozusagen loswerden. Das hab ich aber noch nicht miterlebt!

Den restlichen Sonntag haben wir dann in unserem Volontärshaus verbracht und die Bude aufgepeppt 😉
Ich habe auf die Wand hinter unserem Sofa einen grossen afrikanischen Baum gemalt, der sogar richtig schön geworden ist. Die Julia hat auf die Wand daneben einen sehr schönen Spruch geschrieben. So machen wir es uns also nach und nach gemütlicher.

Unter der Woche musste ich bitter feststellen, dass nichts, weder flüssig noch fest, in mir drinnen bleiben wollte, ohne das jetzt veranschaulichen zu wollen 🙂 Ich war dann sogar beim Doktor in Zway, Dr. Adisu, der IC bacteria in meinem Bauch festgestellt hat – juhu! IC bacteria befindet sich in Äthiopien im Wasser und Essen, das heisst, diese Bakterien aufzuschnappen ist sehr leicht und schwer zu verhindern. Das Essen bei den Salesianern sollte zwar nicht verunreinigt sein, da sie ihren eigenen Garten haben und das Essen zu 90% daraus besteht. Folglich wird es vermutlich das Wasser sein, das wir zwar abkochen und filtern, das aber trotzdem nicht gut schmeckt und immer noch nicht „sauber“ genug ist. Wir sind noch am überlegen, ob wir jetzt immer Wasser kaufen sollen, damit wir nicht das halbe Jahr am Klo verbringen, aber Wasser ist leider relativ teuer hier. Naja, soviel dazu 😉

Am Freitag, den 23.9., haben wir selbst gemachtes Plastilin für die Kinder in Tokuma vorbereitet. Das war ein grosser Erfolg. Da die Kinder kaum Spielzeug haben, ist es in vielen Fällen wichtig, ihre motorischen Fähigkeiten zu trainieren, also haben wir uns gedacht, dass das Kneten und Figuren machen sicher keine schlechte Übung für sie ist. Mit allen Sinnen haben sie das Plastilin erkundet, das genau aus diesem Grund nur aus Zutaten besteht, die essbar sind 😉
Ich konnte mich währenddessen natürlich nicht mit meiner Kamera zurückhalten und wollte so viel wie möglich davon festhalten. Kamera und Plastilin waren nach einer Zeit aber dann doch zu viel des Guten und die Kinder wurden letztendlich zu einer unerträglich lauten, nicht kontrollierbaren Masse 😉 So hat das Spiel dann leider ein relativ abruptes Ende genommen, aber das war es wert 😉

Nach dieser eher kränklichen Woche haben wir ein urur tolles Wochenende verbracht!!!
Laura und Marco, die Italiener, haben uns am Samstag, den 24.9., auf ihren Trip nach Awasa, eine grössere Stadt weiter südlich von Zway, und zum Langano See mitgenommen. Diese Fahrt haben sie als Art Geschenk für die Egisera–Mädchen organisiert. Egisera ist ein Teil des Tokuma-Projektes, in dem die Mädchen arbeiten, anstatt das Schulgeld zahlen zu müssen. Sie erlernen dort das Nähhandwerk, produzieren wunderschöne Sachen, und gehen  nebenbei zur Schule.
Und einmal im Jahr gibt es eben einen grösseren Ausflug mit einem Bus, und wie bei den Kindern ist vermutlich die Busfahrt für sie das Spannendste am ganzen Ausflug! Sie haben sich alle komplett aufgestylt, mit hohen Schuhe und, Schminke und allem Drum und Dran. Einige hatten sogar mehrere Outfits mit, die sie bei Gelegenheit so oft wie möglich gewechselt haben. Klingt sehr verrückt, ist aber eigentlich wahnsinnig süss, weil sie damit halt irgendwie ausdrücken, wie sehr sie sich freuen und wie besonders dieser Tag für sie ist.
Die Busfahrt war klarerweise eigentlich wieder das grösste Abenteuer, schon allein weil man einmal die Erfahrung gemacht haben muss, in einem uralten Bus mit 60 laut singend- und klatschenden jugendlichen Mädchen zu sitzen, wo jeder nur mögliche Platz überbesetzt ist. Noch dazu bin ich unangeschnallt ganz vorne gesessen. Das Vorhandensein eines Gurtes gilt in Äthiopien, glaube ich, als überbewertet! 😉
Zu unserem Unglück war auf einem Stück der 3-stündigen Fahrt in den Süden die Strasse wegen Bauarbeiten gesperrt. Die Umleitung war ein erdiges „Strassenstück“ in einen Graben, in dem man eine Kurve gemacht hat, nach der es wieder auf die Asphaltstrasse hinauf ging. Dieser EINSPURIGE Weg in die Hölle war sehr aufregend mit diesem doch relativ grossen, überfüllten Bus, da uns natürlich niemand fahren gelassen hat, weil wir extrem langsam da hinunter gegurkt sind. Doch der Busfahrer war gelassener als die kreischende Meute, die er im Schlepptau hatte. Im Endeffekt wurde das nur eine Probe für die Herausforderung, die später auf uns zukommen sollte.
Je weiter man in den Süden fährt, umso mehr  verändert sich die Natur und die Landschaft. Von unglaublich grünen und fruchtbaren Gegenden bis zu kilometerweiter Savanne habe ich alles gesehen. Und auf der Fahrt haben wir die irrsten Vogelarten gesehen. Doch das Grossartigste war, dass wir neben der Strasse einige Affen gesehen haben. Grosse, schwarze Affen, richtige, wahre, afrikanische, wilde Affen! Ich konnte es kaum glauben!!!Die waren sooo cool! Sie sind auf allen Vieren gelaufen, so wie in den Filmen, ich war so begeistert 😉
In Awasa angekommen, waren wir dann relativ froh, für eine kurze Zeit aussteigen zu können! Wir haben und den Awasa Lake angeschaut, auch sehr schön. Anschliessend sind wir zum National Park in Awasa gefahren, der eigentlich nicht so aufregend ist, aber ich hab Affen gesehen, gefüttert und gestreichelt. Und das hat mich so glücklich gemacht 😉 Das waren solche kleinen, süssen Äffchen, die sich von Baum zu Baum schwingen. Sie sind zwar ungenierte Diebe aber trotzdem herzig. Wir haben auch dort gegessen. Die Mädchen haben ein Festmahl gekocht und mitgenommen (Inchera mit Doro-Wot; amh.: doro-Huhn). Die Äffchen haben uns ständig umzingelt, ausgetrickst und das Essen gestohlen gg.
Im National Park haben die Julia und ich dann mit 3 Egisera-Mädchen noch einen Bootstrip gemacht, der eher kürzer als erwartet war, weil dem Fahrer eins von den Rudern gebrochen ist. Da die Mädchen nicht schwimmen können, haben sie sich schon ein bisschen eins weggeschwitzt, als wir ein Stück abgetrieben sind 😉 Wir haben das Festland jedoch unversehrt und trocken wieder betreten.
Danach ging es wieder in den Bus und ein Stück nördlich zurück zum Langano See. Auf der Fahrt dorthin hat es furchtbar zum Schütten begonnen, die Strassen waren teilweise komplett überflutet, das Wasser war innerhalb von Minuten einfach überall, sogar im Bus drinnen 😉 Bei diesem Sauwetter mussten wir dann das kaputte Strassenstück durch den Graben noch einmal überwinden. Bei meiner Beschreibung von oben kann man sich vielleicht vorstellen, wie das Ganze dann noch mit tausenden von Litern strömenden Wassers über die Runden gegangen ist. Scheibenwischer sind übrigens auch überbewertet, es geht auch ohne, es geht 😉 So viel zum Autofahren in Afrika, sollte man eher bleiben lassen und den Einheimischen überlassen 😉 Da ich Regen und Gewitter ziemlich liebe, hab ich die Fahrt eigentlich genossen, war damit aber eher eine der Wenigen.
Genau rechtzeitig, als wir am Langanosee angekommen sind, hat es aufgehört zu regnen und es war noch ein wunderschöner Nachmittag. In dem See kann man schwimmen, wenn die Sonne drauf scheint ist er golden und sonst einfach ganz braun. Das schaut sehr witzig aus, auch nicht wirklich einladend. Als ich dann aber drinnen war, wollte ich nie wieder raus, es war so schön, das Wasser so warm und einfach voll fein! Ich hätte nicht gedacht, dass ich in Afrika einmal schwimmen werde, aber dort hin bin ich sicher nicht das erste und letzte Mal gefahren. Die Mädchen waren zuerst recht schüchtern, weil man ja beim Schwimmen relativ viel nackte Haut zeigt 😉 Aber als sie sich dann doch hinein getraut haben, war ich verwundert, dass es möglich ist, sogar so wenig Haut beim Schwimmen herzuzeigen, da hab ich mich in meinem Bikini eher sehr nackt gefühlt 😉 Im Wasser hatten wir sehr viel Spass weil wir die Mädls immer weiter ins Wasser ziehen wollten und sie sich aber immer so süss gefürchtet haben, wenn wir weiter als bis zum Bauch reingegangen sind, weil die meisten nicht schwimmen können. Der See und die Umgebung, die ein geplantes Naturresort ist, ist echt wahnsinnig schön.

Da die Äthiopier Ende September ein grosses Fest feiern, meskerem (amh.: September ;-)), gab es nach dem Baden gleich vor Ort eine coffee ceremony. Auch das war sehr nett, jedes Mädchen hat eine Packung Kekse und Kaffee bekommen und die Laura und die Chalo, die die einheimische Hauptverantwortliche vom Egisera-Projekt ist, haben Ansprachen und Danksagungen gehalten. Währenddessen haben ein paar andere einen Holzhaufen für das anschliessende Feuer gebaut, der nach der Zeremonie angezündet wurde. Das ist der Brauch der Feier 😉 Das war auch sehr sehr toll, und zu meiner Freude haben sie relativ bald mit einer Art „Feuertanz“ begonnen. Das war so ein Lied, das immer eine Person vorsingt und die anderen singen nach. Und dann wird immer ein Name eingebaut, und die genannte Person musste in die Mitte des Kreises kommen, und ein Solo tanzen! Das war so cool, natürlich hat es nicht lange gedauert, bis die Julia und ich dran waren. Sehr sehr lustig war das 😉 Das ging dann so lange, bis das Feuer abgebrannt war, die verschiedensten Tänze wurden getanzt, bis die Dämmerung eingeschlagen hat. Und sobald die Sonne sich verabschiedet, verschwinden die Leute hier in ihre Häuser, weil es in der Nacht und im Dunkeln überhaupt recht gefährlich sein soll. Also haben wir uns auf die Heimreise gemacht. Ich hab mich schon sehr gewundert, da wir, solang es noch irgendwie gegangen ist, bzw. eigentlich schon nicht mehr gegangen ist, ohne Licht gefahren sind. Ich dachte schon, es gibt kein Licht bei diesem Bus und wir müssen die ganze Fahrt auf der „Autobahn“ ohne Licht fahren. Auf einmal ist er dann aber doch stehen geblieben, hat so ein Kastel neben dem Lenkrad geöffnet, und die zerschnittenen Stromkabel fürs Licht wieder zusammen getan 😉 Das Licht war aber eher ein Lämpchen, das gerade einmal zwei Meter der Strasse vor dem Bus ausgeleuchtet hat, demnach sind wir eher nicht gedüst 😉 This is Africa!
Auf der Fahrt nach Hause sind wir dann an einigen Kutschen vorbeigefahren, die in dieselbe Richtung unterwegs waren, wie wir. Einige hat man wirklich erst unmittelbar bevor man sie überfahren hätte, erkannt, da die, die hinten auf der Kutsche gesessen sind, nur mit ihrem Handy geleuchtet haben und sich dadurch versucht haben, erkennbar zu machen. Alles sehr sehr anders hier, man muss eigentlich mit allem rechnen!!!Das war wirklich ein sehr sehr feiner Tag. Und meine Liebe und Neugier zu Afrika hat sich nochmal viel mehr vergrössert, ich möchte unbedingt ganz viel vom Land sehen, es ist so wahnsinnig toll. Ich verstehe gar nicht, warum Leute nicht viel öfter hier Urlaub machen, denn eine Reise zahlt sich schon nach den ersten Minuten, die man hier verbringt, aus. Wir haben erfahren, dass die Italiener Ende Oktober aus Äthiopien hinausreisen müssen, um ihr Visum zu verlängern. Sie wollen diese Gelegenheit nutzen und nach Kenia fahren. Wir haben sie gefragt, ob wir, wenn es dann soweit ist, mitfahren können, und sie haben zugestimmt!!!!Ich bin so aufgeregt! Die Julia und ich möchten auch unbedingt nach Djibouti reisen, was auch nicht so weit entfernt ist. Und sonst ist Äthiopien glaub ich eines der schönsten Länder der ganzen Welt!!!

Am Sonntag, den 25.9., sind unsere Addis-Mekanissa-Volo-Freundinnen Anna und Johanna uns besuchen gekommen. Auch eine Mekanissa Volontärin aus den USA, die Marney, die wir bei unserer Ankunft in Addis schon kennen gelernt haben, ist mitgekommen. Sie haben den Tag mit uns verbracht, wir haben ihnen ein bisschen unser Paradies hier gezeigt. Das war sehr nett, mal ein paar bekannte Gesichter und Stimmen wieder zu sehen und zu hören. Leider mussten sie schon um kurz nach 15 Uhr aufbrechen, um noch vor Einbruch der Dämmerung in Addis Abeba anzukommen.

Die letzte Woche war wirklich sehr ereignisreich, für die kommende Woche haben wir auch schon einiges an Programm vorbereitet.
Heute, Montag, 26.9., haben wir unsere ersten Unterrichtsstunden mit den Aspiranten, den angehenden brothers, bzw. fathers 😉 Ich bin schon sehr gespannt und werde bestimmt bald berichten, ob sich meine Fähigkeiten als Lehrerin sehen lassen können, oder eher nicht 😉
Morgen, Dienstag, 27.9., sind wir 3 Wochen in Äthiopien. Ausserdem haben wir unsere ersten Unterrichtsstunden mit den Egisera-Mädchen. Unsere Vorgängerinnen Magdi und Steffi waren sehr engagiert und haben eben nicht nur in der Don Bosco School unterrichtet, sondern auch erweiternd im Projekt Unterricht angeboten. Das werden wir versuchen, so gut wie möglich weiterzuführen und zu unterstützen. Wir sind sehr optimistisch, dass wir das hinbekommen 😉

Naechste Woche beginnt ausserdem auch unser offizieller Amharisch-Unterricht, worauf wir uns schon sehr freuen!

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Selam!

Wir sind gut angekommen, haben das Land bereits lieben gelernt. Das Projekt ist sehr schoen, wir fuehlen uns wohl.
Wir gehen immer ins Internetcafe, da das Internet hier schnell und guenstig ist. Ich werde versuchen, den Blog in naechster Zeit so aktuell, wie moeglich zu machen! Der folgende Bericht gibt einen Einblick der letzten Woche!
Bis bald,
Anne

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